Technologischer Wandel und KI: ICT-Unternehmen wollen ihren Beitrag leisten
Vollversammlung der Sektion ICT im Unternehmerverband Südtirol: Josef Morandell zum neuen Präsidenten gewählt, Ehrung für seinen Vorgänger Peter Werth
Der technologische Wandel in Informatik und Telekommunikation wird immer schneller. Treibende Kraft ist die Künstliche Intelligenz (KI), die Auswirkungen auf den gesamten ICT-Bereich und infolgedessen auf die Wirtschaft im Allgemeinen hat. Die im ICT- Sektor tätigen Südtiroler Unternehmen wollen dabei eine führende Rolle übernehmen und so ihren Beitrag für eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Entwicklung der Südtiroler Wirtschaft leisten.
Dies wurde bei der Vollversammlung der Sektion ICT im Unternehmerverband Südtirol deutlich, die kürzlich in Bozen stattfand. Der Sektion gehören 87 Unternehmen mit insgesamt über 3.100 Mitarbeitenden an. Gewählt wurde dabei auch der neue Präsident der Sektion: Josef Morandell (Retelit Digital Services AG) folgt auf Peter Werth, der über 15 Jahre in der Sektion tätig war, zuerst als Mitglied des Direktivrates und seit 2020 als Präsident. Dem Direktivrat gehören, neben Morandell, Vizepräsident Luis Plunger (ACS Group AG), sowie David Lindner (Novon GmbH), Martina Ruscelli (EDP Progetti GmbH), Lukas Silbernagl (tincx GmbH), Peter Oberparleiter (Abuscom GmbH) und Werner Taschler (Infominds AG) an.
„Die Digitalisierung und Automatisierung unserer Unternehmen sind von entscheidender Bedeutung, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und die Folgen des demografischen Wandels zu bewältigen“, erklärte Unternehmerverbands- Präsident Alexander Rieper in seinen Grußworten.
Der scheidende Präsident Werth blickte auf die zahlreichen Aktivitäten, die während seiner Amtszeit durchgeführt wurden, zurück. Er unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit und des Netzwerks zwischen den Mitgliedsunternehmen, aber auch nach außen, mit den Institutionen und Stakeholdern in der Südtiroler Gesellschaft. „In diesen Jahren gab es viele Herausforderungen. Um diese zu bewältigen ist der Austausch, sowohl innerhalb der Sektion als auch nach außen, von grundlegender Bedeutung“, so Werth. Für Werth gab es einen großen Applaus von den Anwesenden als Zeichen des Dankes für sein großes, langjähriges Engagement im Verband.
„Unsere Unternehmen wollen eine führende Rolle beim derzeit stattfindenden technologischen Wandel spielen, für den die KI ein zentraler Beschleuniger ist. Dies ist entscheidend, damit der Wandel in den Unternehmen aller Bereiche ankommt, damit sie noch effizienter werden, um im globalen Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können“, betonte der neugewählte Präsident Morandell in seiner Antrittsrede, in der er seinem Vorgänger für die geleistete Arbeit und der Versammlung für das ihm entgegengebrachte Vertrauen dankte.
Morandell ging anschließend auf die aktuelle geopolitische Lage ein, die zusätzliche Herausforderungen wie steigende Kosten und Probleme bei der Beschaffung von Komponenten und Rohstoffen mit sich bringt. Er hob hervor, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen ist, um die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft anzugehen und zu meistern. „So wie die Sherpas bei Himalaya-Expeditionen in große Höhen führen, übernehmen wir heute die Rolle der Wegweiser der digitalen Wirtschaft: Wir stecken den Kurs ab, gewährleisten Kontinuität, Sicherheit und Zuverlässigkeit, reduzieren Risiken und ermöglichen den Erfolg anderer Unternehmen“, so Morandell abschließend.
Die Vollversammlung endete mit einem Vortrag von Professor Claus Pahl von der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Freien Universität Bozen zum Thema Sicherheit in verteilten Softwaresystemen.
