Mit Investitionsbereitschaft und Innovation zum Erfolg
Gemeinsame Veranstaltung der Bezirke Burggrafenamt und Vinschgau bei G. Pfitscher GmbH in Burgstall
Wie es gelingen kann, dank Innovation und Investitionsbereitschaft neu durchzustarten, konnten die Teilnehmenden an einer von den Bezirken Burggrafenamt und Vinschgau im Unternehmerverband organisierten Veranstaltung erleben: und zwar am Beispiel der G. Pfitscher GmbH in Burgstall, die nach dem Vollbrand im Jahr 2020 heute erfolgreich tätig ist. Das neue Werk ist von Automatisierung, Energieeffizienz und Digitalisierung geprägt.
„Wir haben aus der negativen Situation das Beste gemacht und die Chance genutzt, basierend auf unserer Erfahrung ein Werk zu errichten, das unseren Idealvorstellungen ziemlich nahekommt“, erklärte Firmeninhaber Lukas Pfitscher, der die Gäste durch sein Unternehmen führte. Nachhaltigkeit wurde dabei großgeschrieben: dank Wärmerückgewinnung wird keine Heizung mit fossilen Brennstoffen gebraucht, mit einer in die Dachkonstruktion integrieren Photovoltaikanlage werden 900.000 kWh Strom jährlich produziert und die Emissionen konnten deutlich reduziert werden. Umsatz und Anzahl der Mitarbeitenden steigen kontinuierlich, ebenso wie der Export, der derzeit in 30 Länder geht, darunter die USA und Kanada.
Der Vinschger Bezirksvertreter Enrico Zuliani unterstrich, dass das Unternehmen ein Beispiel dafür sei, wie wichtig es ist, Rahmenbedingungen vorzufinden, die Entwicklung ermöglichen: „Wettbewerbsfähige Unternehmen schaffen Wohlstand und Wohlfahrt. Sie bieten qualifizierte und gut bezahlte Arbeitsplätze mit Zukunftsperspektiven, gerade auch im ländlichen Raum. Wir müssen deshalb alles unternehmen, damit sich diese Betriebe weiterentwickeln können.“
Norbert Nägele, Bezirksvertreter im Burggrafenamt, ging auf einige konkrete Themen ein, die für die beiden Bezirke in diesem Zusammenhang besonders wichtig sind: „Wir brauchen moderne Infrastrukturen für den effizienten Personen-, Waren- und Datenverkehr. Die vor der Fertigstellung stehenden Tunnels durch den Küchelberg in Meran und in Kastelbell sind sicherlich Meilensteine. Auch die Fahrradunterführung auf der Töll, der Kreisverkehr in Partschins und die Arbeiten an der Schludernser-Kreuzung sind sehr zu begrüßen. Doch es gibt noch einiges zu tun, bei den Infrastrukturen, aber auch im Bereich der Gemeindeentwicklungspläne oder beim Bürokratieabbau.“
Verbandsdirektor Mirco Marchiodi schilderte die Lösungsansätze, die der Unternehmerverband für die zentralen Herausforderungen demographischer Wandel, Dekarbonisierung, Digitalisierung und De-Bürokratisierung erarbeitet hat, um Südtirol als wettbewerbsfähigen Standort zum Leben, Arbeiten und Investieren zu etablieren.
Die Veranstaltung endete mit der Verkostung der Spezialitäten der Pfitscher Metzgerei.
